Von Vertreibung zu einem sinnerfüllten Leben: Mein Weg hat mich gelehrt, dass Potenzial überall entstehen kann.

Initiative

Zukunftsperspektiven für benachteiligte Jugendliche durch Sozialunternehmertum schaffen

Impact

2025: 1000+ SINA Scholars in 23 selbstorganisierten Lern-Communities in 9 Ländern; Entstehung von 39 neuen Sozialunternehmen, die drängende Probleme lösen und neue Chancen ermöglichen

Emile wuchs in der Demokratischen Republik Kongo auf. Die anhaltende politische Instabilität und gewaltsamen Konflikte in der Region zwangen ihn zur Flucht nach Uganda, wo er jahrelang als Flüchtling lebte. Wie viele junge Menschen in ähnlichen Situationen sah er sich mit Unsicherheit, Armut und kaum vorhandenen Zukunftsperspektiven konfrontiert.

Im Flüchtlingslager erlebte Emile täglich aus nächster Nähe, womit Menschen in seiner Situation konfrontiert sind: mangelnde Bildungsqualität, frühe Ehen, Suchtprobleme unter Jugendlichen, Diskriminierung und Arbeitslosigkeit. Doch sein Weg führte ihn schließlich zu unserem ChanceMaker-Partner Social Innovation Academy (SINA), wo er erkannte, dass seine eigenen Erfahrungen eine Kraftquelle sein können. Er fand den Antrieb, anderen jungen Menschen in ähnlichen Situationen zu helfen und Herausforderungen in Chancen zu verwandeln.

Emile begann als Teilnehmer des SINA-Programms für Social Entrepreneurship, übernahm schrittweise mehr Verantwortung und wuchs zu einem zentralen Mitglied des SINA-Teams. So half er dabei, das SINA-Modell in Kampala zu replizieren, um auch Geflüchtete im städtischen Raum zu erreichen. Seit 2021 ist er in führender Verantwortung von SINA Global: Er unterstützt neue Teams beim Aufbau von SINA Communities weltweit und hilft dem gesamten Ökosystem, seinen bestmöglichen Impact zu entfalten.

Da Emile die Realitäten, mit denen viele junge Menschen konfrontiert sind, selbst erlebt hat, versteht er die Barrieren durch Vertreibung und Armut aus eigenem Erleben. Er glaubt fest daran, dass junge Menschen die Kraft haben, ihre Gemeinschaften zu verändern, und begleitet sie dabei, dieses Potenzial zu entfalten.

Die Initiative

Die Social Innovation Academy (SINA) ermöglicht stark benachteiligten jungen Menschen – darunter Geflüchtete, Waisen, ehemalige Kindersoldaten und junge Menschen aus extremer Armut – die Gründung ihres eigenen Sozialunternehmens. Durch individuelle Lernmodule, Persönlichkeitsentwicklung und eigenverantwortliches Handeln starten die Teilnehmenden tragfähige Unternehmen, die soziale und ökologische Probleme lösen. Die mittlerweile 23 SINA-Communities (22 in Afrika, 1 in Nepal) werden weitgehend selbstständig von den Teilnehmenden im Alter zwischen 16 und 27 Jahren nach dem „Freesponsibility“-Prinzip (Freiraum und Verantwortung) geführt.

Vision

Junge Menschen können ihr volles Potenzial entfalten und die Veränderung werden, die sie in der Welt sehen möchten.

Programm & Aktivitäten

Jeder „SINA Scholar“ erstellt basierend auf den übernommenen Rollen in der SINA-Gemeinschaft seinen eigenen Lehrplan. Die Teilnehmenden übernehmen Verantwortung, treffen Entscheidungen und führen Buchhaltung, Logistik oder Öffentlichkeitsarbeit. Dadurch sammeln sie wertvolle praktische Erfahrungen und wachsen persönlich sowie beruflich, was ihnen bei der Leitung ihrer eigenen Sozialunternehmen helfen wird.

In der Gemeinschaft entstehen nach und nach neue Ideen und Teams für die Gründung von Sozialunternehmen. Traumatische Erfahrungen und erfolgreich bewältigte Herausforderungen dienen dabei oft als Antrieb für die Gründung von Social Businesses zur Lösung sozialer und ökologischer Probleme. SINA unterstützt die Teilnehmenden mit Mentoring, Design Thinking, dem Lean-Startup-Ansatz und bei der Zielgruppenerschließung. Ehemalige SINA-Teilnehmende, die bereits erfolgreich eigene Sozialunternehmen führen, geben praxisnahes Wissen weiter.

Deutsche Welle (DW) Reportage über SINA

In Bootcamps verfeinern die aufstrebenden Unternehmer schließlich ihre Ideen, um belastbare Geschäftsmodelle zu entwickeln und sich für das „SINA Accelerator“-Programm zu qualifizieren. Hier erhalten sie Training und Startkapital, um Unternehmenswachstum, Arbeitsplatzschaffung und die soziale sowie ökologische Wirkung ihres Startups zu maximieren. 

Bisher haben die SINA Scholars über 150 Sozialunternehmen gegründet und Tausende Arbeitsplätze geschaffen.

Unterstütze ChanceMaker wie Emile Kwilyame jetzt mit deiner Spende:

Jetzt spenden
Spenden